Hendri Spescha signatur

Gedichte

EINSTIEGSGEDICHTE

Gedichte von Hendri Spescha sind erstmals im Ischi 1952, Jahrgang 38, erschienen. In dieser Nummer des sonst eher traditionellen Jahrbuchs ging der Redaktor, Guglielm Gadola, recht mutige Wege, indem er deren Seiten mehreren jungen Schriftstellern öffnete. Da erscheint eine Novelle von Donat Cadruvi, eine Erzählung von Leonard Caduff, eine Skizze von einem nicht präziser erkenntlichen Iso, und eben zwei Gedichte von Hendri Spescha, der mit dem Pseudonym Renatus zeichnet. Der Gebrauch eines Pseudonyms war damals, aus verschiedenen Gründen, recht häufig. Dass Hendri Spescha sich vorerst verdeckt hielt, mag verständlich sein, da er hier erstmals als Dichter an die Öffentlichkeit trat und nicht wissen konnte, welches Echo seine Gedichte bei der romanischen Leserschaft finden würde.

Das erste Gedicht, Sco in plumin..."/Wie ein Senkblei..., ist später sozusagen zum Hauszeichen des lyrischen Schaffens Hendri Speschas geworden. Es muss notiert werden, dass die Fassung, die im Ischi erschien, leicht von jener abweicht, die später in mehreren Publikationen in Umgang kam. Näheres dazu unter Andere Fassungen.

Das zweite Gedicht, En miu intern.../ Zutiefst in mir..., hat ein anderes, nicht gut verständliches Geschick gefunden. In den späteren Veröffentlichungen wurde dieses zweite Gedicht nicht mehr berücksichtigt. An seine Stelle trat das Gedicht Il fiug.../Das Feuer, sowohl in Giavin dalla siringia/Das Locken des Flieders als in Uss/Jetzt. Im ersten der beiden Bände steht sogar fälschlicherweise der Hinweis "Ischi 1952". Den Grund dieser Nichtberücksichtigung kennen wir nicht.