Hendri Spescha signatur

Hendri Spescha (1928 - 1982)

LEBENSDATEN

1928 Hendri Spescha, am 24. November 1928 in Trun/Graubünden, als Sohn der Catrina und des Josef Spescha-Nay geboren. Primar- und Sekundarschule. Vater Schuster, dann, ab 1931, Fabrikarbeiter. Im Sommer Hüttenwart, zunächst in Punteglias, nachher in der Muttseehütte am Kistenpass. Mutter Hausfrau und Glätterin. Später beide Museumsaufseher des surselvischen Regionalmuseums ("Hof") in Trun. Vier Geschwister: Matias 1925, Hedwig 1927, Flurin (später Flurin-Maria) 1931, Eduard 1932.
1935-1944 Primar- und Sekundarschule in Trun.
1944–1945 Handelsabteilung an der Kantonsschule in Chur
1945-1949 Lehrerseminar an der Kantonsschule in Chur
Wohnt während diesen Jahren bei Verwandten, Tante Tonia und Onkel Pieder-Antoni Willi-Nay in Domat/Ems.
1949 Seither dort wohnhaft bis zu seinem Tode, mit Ausnahme des Jahres 1949-1950. Engagiert sich für die Dorfkultur. Später Mitbegründer der AKTION'70 und Dirigent des katholischen Kirchenchores.
Sommer 1949 Primarlehrerpatent.
1949–1950 Primarlehrer in Tinizong, Oberhalbstein.
1950–1959 Sekundarlehrer in Domat/Ems.
Studium der Psychologie, Pädagogik, Literatur, Geschichte, Musik- und Kunstgeschichte an der Universität Fribourg. Sekundarlehrerdiplom. Weitere Studien an der Universität Zürich.
1955 Aufenthalt in Paris mit Bruder Matias. Schreibt dort das Hörspiel «E tut quei che nus vein de retscheiver».
1956 Heirat mit Martina Jörger. Vier Söhne: Marc 1957, Flurin 1958-2000, Ramun 1961, Gieri 1964.
1960 Radio Romontsch bringt das Hörspiel «E tut quei che nus vein da retscheiver». Nach der Ausstrahlung wird sein Vater, Arbeiter in der Tuchfabrik Trun, fristlos entlassen, weil der Inhalt des Hörspiels den Verantwortlichen der Tuchfabrik nicht passt. Nach Intervention des Schweizerischen Schriftstellerverbandes und der Gewerkschaft wird die Entlassung wieder rückgängig gemacht.
1959–1968 Leiter der Eingliederungsstätte für Behinderte im Kanton Graubünden (IV) mit Sitz in Chur.
1964 Preis der Schweizer Schillerstiftung für seine Lyrik.
1968–1978 Sekretär der Lia Rumantscha in Chur.
1973–1979 Grossrat für den Kreis Rhäzüns.
1978–1982 Redaktor beim romanischen Fernsehen.
1982 Wahl zum Präsidenten des romanischen Schriftstellerinnen- und Schriftstellervereins USR.
1982 am 28. Oktober stirbt Hendri Spescha im Zug auf dem Heimweg vom Zürcher Fernsehstudio nach Domat/Ems infolge eines Herzversagens.







Trun M.S.

Ansicht von Trun,
Zeichnung Matias Spescha

Trun M.S.



Interessante Informationen und Überlegungen im Zusammenhang mit der Biografie von Hendri Spescha und seinem Werk finden sich in der Lizenziatsarbeit von Claudio Spescha auf der Seite 7 und folgenden.